Foto: Thomas Bethge (istock)

Heisenberg: Warum es richtig ist, neu zu bauen!

Das Projekt eines Neubaus einer zukunftsfähigen Schule in Gladbeck ist völlig in den Hintergrund getreten.  Stattdessen haben wir in den vergangenen Wochen in Gladbeck eine intensive Diskussion über der berechtigten Forderung des Rates nach transparenter Information einerseits und Maßgaben europäischer Vergabeverfahren geführt. Dabei sollte Freude angezeigt sein!

Land auf Land ab wird über den Zustand der Schulen gesprochen. Unsere Kinder lernen in Gebäuden, die in fürchterlichem Zustand sind, sollen Digitalisierung mit Mittel von Nikola Kopernikus – kreide, Staub und Tafel – erlernen und sollen so fit gemacht werden für eine hochtechnologische Zukunft. In Gladbeck haben wir in der Vergangenheit, alle Parteien gemeinsam, viel unternommen, um Schulen unserer Stadt, Schulen für unsere Kinder neu zu gestalten, ans Netz zu bringen und so auszulegen, dass die Qualität der Bildung von Seiten der Stadt auf den Stand gebracht wird. Das Heisenberg hat eine neue Qualität.

Wir bauen zukunftsfähige Schulen.

Nicht nur den Bestand erhalten, wir bauen eine neue Schule. Zum ersten ManUnd ich nehme da keine der Gladbecker Parteien aus. Es hat mehr oder weniger immer einstimmige Beschlüsse gegeben. Bei der Entscheidung, ob man einen Neubau oder eine Sanierung angehen wollte, gab es keinen Dissens im Rat. Bei der Frage, ob man

Tatsächlich hat es Fehler gegeben.

Man muss es offen eingestehen. Es ist schwierig, einen Ausgleich zwischen den berechtigten Forderungen nach größtmöglicher Transparenz in der Darstellung der Finanzierung des Projekts gegenüber dem Rat einerseits und dem genauso berechtigten strengen Regeln des europäischen Vergabeverfahrens andererseits zu schaffen. Und deshalb hat es Fehler gegeben. Ich habe für meinen Teil zwei Hauptfehler ausgemacht:

  1. Der Unterschied zwischen Rahmenkosten von 25 Mio. € und den tatsächlichen Kosten ist in der Vergangenheit nicht deutlich geworden. Die Rahmenkosten sind eine Rechengröße für ein bezugsfertiges Gebäude ohne Innenausstattung und ohne Gestaltung der Außenflächen nach dem Bau. Mit dieser Rechengröße geht man “auf den Markt” und hofft auf Ausschreibungen zu dem genannten Preis. Die Unternehmen bieten dann mit ihrem jeweiligen Preis. Der liegt höher. Darauf ist nicht ausreichend hingewiesen worden.
  2. Schon im Landeswahlkampf, als alle Parteien einen Wechsel von G8 (acht Schuljahren) auf G9 (neun Schuljahre) von allen Parteien gefordert haben, hätte man darauf hinweisen können, sogar müssen, dass damit Kostensteigerungen verbundenen sind. Der Wechsel bedeutet einen ganzen Jahrgang mehr. Bei einer dreizügigen Schule, also mit drei Klassen pro Jahrgang heißt das drei Klassenräume, weitere Inklusions- und Fachräume mehr. Auch die Mensa muss dann größer werden.

Entwicklungen ohne Einfluss der Stadt

Zur Zeit, im aktuellen Bauboom, sind Steigerungsraten in den Preisen von bis zu 30% leider normal, weil die Unternehmen diese verlangen können.
Wenn man jetzt zwischen 5-6 Mio € (20-30%) Steigerung rechnet dann bezahlen wir 4-5 Mio. € für eine 12% größere, moderne Schule, die Gestaltung der Außenanlagen und die komplette Ausstattung auf einem technischen Standard, der zukunftsfähig ist.

Und das ist ein Grund zur Freude!

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