BREXIT: Neues Referendum? Keine Überraschung.

Warum der Vorstoß von Labour Chef Corbyn für diejenigen, die in Madrid waren keine so ganz große Überraschung war.

Irgendwann stand ich draußen und wartete auf meine gute Freundin Nicoletta aus Ungarn. Ich machte einen Schritt zurück und hätte um ein Haar Jeremy Corbyn ein Bein gestellt; im Wortsinn. Ich war etwas überrascht, weil er überhaupt nicht angekündigt war. Ein Wort von ihm zu den Vorgängen im Vereinigten Königreich wäre sicher von alle Anwesenden Genossinnen und Genossen willkommen geheißen worden. Geredet hat er leider nicht.

Brexit und die PES: Herausfinden, was geht.

Stattdessen konnten wir lesen, dass es zuvor in Brüssel war und anschließend bei uns in Madrid. Offensichtlich war er da, um mit den entscheidenden Genossinnen und Genossen darüber zu sprechen, was für England noch möglich erscheint. Kurze Zeit später veröffentlichte unser Spitzenkandidat, Udo Bullmann, folgendes Foto auf Facebook, das mit ein Lächeln abrang:

Offensichtlich war es Corbyn nicht gelungen, Ansätze herauszufinden, die dem “Deal” von May etwas Besseres entgegensetzen konnte. Aber ich kenne die Argumentation der PES bezüglich des Brexit. Und dass die Genossinnen und Genossen darauf dringen würden, ein weiteres Referendum durchzuführen, weil die Bevölkerung unter Umständen erkannt haben könnte, dass das, was jetzt passiert nicht in ihrem Sinne ist und ein solches Referendum tatsächlich ein guter Grund für einen weiteren Aufschub wäre, war absehbar.

Insofern war der Vorstoß Corbyns für eine neue Befragung eigentlich keine “Breaking-News”, wenn man im Vorfeld sorgfältiger von seiner Reise und vom Kongress der PES berichtet hätte.

Insgesamt stehe ich einem neuen Referendum in Anbetracht der Meinungsumfragen weiterhin recht skeptisch gegenüber.

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